Das Minimum

 

Minimum fliegen ist der Kompromiss zwischen dem liegenden freien Flug beim Drachenfliegen und der Unabhängigkeit einer Motorisierung.  Das Flugerlebnis beim Drachenfliegen ist nach wie vor einzigartig. Nur ein Basisrohr in den Händen hängt der Pilot  über einen Gurt unter dem Drachen. Die Steuerung könnte direkter nicht sein. Bügel ran heisst Speed. Bügel raus heisst abfangen oder verlangsamen. Wer als Kind gerne liegend auf einem Schlitten den Hang hinabfuhr weiss warum Drachenflieger gerne Drachenflieger bleiben. Ganz klar auch warum viele Konstrukteure versucht haben diese Flugart vom Hangstart unabhängig zu machen und über ein Fahrwerk die Pilotenbeine schonen wollten. Bei den Konstruktionen muss Eigenstartfähigkeit aber vor allem das Händling beim Start mit Motor und auch in der Themik ohne Motor  wirklich gut sein. Es gilbt weltweit viele Entwicklungen Drachen zu motoriesiern. Diese reichen heute vom heulenden aber schwachen Kettensägenantrieb a la Minifly Set bis zum saufenden Düsentriebwerk a la Skylifter 3000 oder der 36Kg schweren 8-minütigen Elektroaufstiegshilfe für Drachen für über 10.000 EUR. Nicht alles was zunächst schön aussieht fliegt aber auch entsprechend angenehm oder ist so langlebig, dass es den Anschaffungspreis rechtfertigt, zudem:

Der Motor sollte nicht in unmittelbarer Nähe des Piloten sein, nicht zu hoch drehen, die Schubeinleitung nicht Stabilität und  Steuerung negativ beeinflussen, auch Radstarts ermöglichen und leise sein gleichzeitig Reserven für Böen und Abwinde haben, den Piloten schnell vom Boden wegbringen  und wenig Benzin  verbrauchen. Ein weiterer Aspekt ist ja noch die Sicherheit und hier ist auch nicht alles Gold was glänzt. Denn, wer Minimum fliegt wählt ja bewusst den in den Grenzen solcher Fluggeräte größtmöglichen Kompromiss zwischen Spass und geringem Mittelseinsatz.

Unser Minimum wird seit 1981 gebaut. Über 1000 Minimums wurden ausgeliefert- viele davon fliegen mittlerweile schon über 20 Jahre lang. Das nach Flugbuch und Betriebsstundenzähler älteste uns bekannte Minimum  ist ein Saphir 17 mit  13 PS und 1100 Betriebsstunden. Das neueste Minimum ist ein turmloser Airborne C4 mit 3meter Steigen 25 PS und über 90Km/h Spitzengeschwindigkeit. Dazwischen gibt es über 40 verschiedene Typen mit eigenem Kennblatt und Musterzulassung vom DULV. Was man mit unserem Minimum alles machen kann aber ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen wird  zeigt dieses Video aus den 1980-ern: http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=ogynUKPYYF4.

 

Zunächst einmal ein Video eines Zephir CX Minimums, so wie es seit 1990 unverändert gebaut wurde. Solo Motor, so um die 13-15 Ps, Vespaauspuff, E-Starter, Holzprop mit einem 80 Kg Piloten. Ganz gut eingestellt, der Bügel ist in Brusthöhe.Vorteil: Ziemlich wendig, einfach aufzubauen, ein echter Spaßflieger. Nachteil: Etwas langsam, um > 50kmh forwärts zu kommen muss man immer ziemlich stark ziehen. Standgas bleibt nicht immer wie es soll. Beim Kurvenfliegen hasst der Motor die Fliehkräfte in der Schwimmerkammer. Je schwerer Pilot und Benzin desto mehr tunnelt der Nasenbohrer auf und desto weniger Performance hat man halt. Bitte anklicken!

zephir klein

Also erstmal den Flügel lassen und nur den Motor ändern. So 2010 geschehen.

Was leistungsmäßig passiert wenn man einen gewöhnlichen Zephir mit einem neuen Minimumsystem von uns ausrüstet lässt sich hier gut auf einem Video was Rainer zufällig 2010 gemacht hat nachvollziehen. Mittlerweile ist das System hunderte von Stunden erprobt und mustergeprüft.

Zephir Steigen

Zugegeben: Der Flügel steigt ja nur noch mit so viel Leistung. Also muss was Moderneres her

im Extrem ein Starrer wi hier der VR aber ein Discus 15 mit Turm hat auch schon viel zu bieten.

 

 

….das Prinzip Minimum ist dabei immer dasselbe geblieben. Also erstmal zu diesem Prinzip:

Seit 1981 ist der Begriff „Schwarze-Minimum“  zum Synonym für fußstartfähige Ultraleichtflugzeuge geworden. Doch inzwischen gibt es eine Reihe von verschiedenen Typen anderer leichter Ultraleichtflugzeuge, sowohl echt fußstartfähige, als auch Geräte mit Rollstart. In die Gruppe der Fußstart UL gehören auch die motorisierten Gleitschirme und Gleitschirmtrikes. Die Klasse heißt jetzt  leichte, motorisierte Luftsportgeräte bis 120 kg Leermasse. Das Minimum aus unserem Haus ist aber noch immer das meistgebauteste und sicherlich auch bewährteste seiner Klasse. Wer ein günstigeres Fluggerät kennt, mit dem man sicher in die Luft kommt kann mich mal anrufen….

Unten seht ihr den Atos VQ mit dem neuen System. Das Fliegen ist ein Genuss…